Allgemeine Unfallchirurgie

Knochenbruchbehandlung
(Frakturbehandlung)

Die Praxisgemeinschaft für Unfallchirurgie versorgt Knochenbrücke aller Körperregionen mit Ausnahme von Frakturen der Wirbelsäule.

Die konservative Knochenbruchbehandlung umfaßt die funktionelle Behandlung mit speziellen Orthesen sowie die klassische konservative Frakturbehandlung mit schmerzfreier Einrichtung und Gipsbehandlung.
In der operativen Frakturbehandlung wird das gesamte Spektrum der Extremitätenchirurgie angeboten. Frakturen der langen Röhrenknochen, Gelenksfrakturen sowie komplexe Luxationsfrakturen können auf Grund der ausgezeichneten instrumentellen Ausstattung des Sanatoriums Kettenbrücke adäquat versorgt werden.
Gelenksfrakturen werden in klassischer offener Technik, aber auch in minimalinvasiver Technik versorgt (MIPO-Technik). Diese anspruchsvolle Technik wird seit Jahren mit Erfolg eingesetzt und erlaubt eine gewebs- und weichteilschonende Frakturversorgung. Dies erfolgt unter Einsatz der Arthroskopie und der Röntgenbildwandlerkontrolle. Damit können Hautschnitte minimiert werden. Durch diese gewebsschonende Technik können auch biologisch problematische Knochenbrüche zur Heilung gebracht werden.

Gelenksverletzungen

Ein Schwerpunkt der Praxisgemeinschaft ist die operative Versorgung von Gelenksverletzungen (Bänder- und Knorpelverletzungen). Diese werden in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle in arthroskopischer, also minimalinvasiver Technik versorgt.
Die operativen Eingriffe werden praktisch ausschließlich im Team von zwei Fachärzten ausgeführt. Zum Einsatz kommen standardisierte OP-Techniken.
Folgezustände nach schweren Gelenksverletzungen oder Gelenksfrakturen werden prothetisch versorgt. Die Praxisgemeinschaft blickt auf eine jahrzehntelange Erfahrung in der Schulter- und Knieendoprothetik zurück und seit Eintritt von Dr. Sebastian Heel auch in der Hüftendoprothetik.

Sehnenverletzungen

Auch die Behandlung von Sehnenverletzungen ist ein Schwerpunkt unseres Teams. Die häufigen Verletzungen der Schultersehnen (Rotatorenmanschette) werden nahezu ausschließlich in arthroskopischer Technik durchgeführt. Verletzungen der großen Körpersehnen (Achillessehne, Kniegelenksstrecksehne, Bizepssehne) werden in klassischer offener Technik vorgenommen, wobei Operationstechniken zum Einsatz kommen, die eine rasche Rehabilitation und Wiederherstellung der Funktion erlauben.

Sporttaumatologie

In den letzten Dekaden hat der Sport einen sehr hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft erhalten: Als gesundheitserhaltende und -fördernde Maßnahme, als Freizeitunternehmung, als Wirtschaftszweig, als Unterhaltung.
Nicht nur im Sportequipement und in Sporttechniken erleben wir kontinuierliche Innovationen und Weiterentwicklungen, sondern auch in der Prävention und Behandlung von Sportverletzungen registrieren wir eine rasante medizinische Entwicklung. Die sporttraumatologische Chirurgie hat sich in den letzten Jahren zu einer minimalinvasiven Chirurgie entwickelt wie z.B. durch arthroskopische oder andere minimalinvasive Operationstechniken. Diagnosen können radiologisch besser gestellt, verstanden und somit einer gezielten operativen oder konservativen Behandlung zugeführt werden. Chirurgische Implantate sind heute feiner, anatomischer, biomechanischer und physiologischer geworden. Dem Patienten zuführbare Stoffe, sogenannte Orthobiologics  (z.B. ACP), die die Gewebsheilung verbessern bzw. beschleunigen, haben ebenfalls einen wichtigen Platz im Behandlungsalgorithmus bekommen. Alles dies mit dem Ziel, den Verletzten oder chronisch leidenden Sportler – egal ob Breitensportler oder Profiathlet – schnell und sicher  auf das sportliche Niveau vor der Laesion zu bringen. Unsere Philosophie basiert auf einer akuten umfassenden Diagnostik mit ehestmöglicher klinischer Untersuchung und radiologischer Abklärung (Röntgen, MRT, CT, Sonographie) und somit das Erstellen eines individuellen Behandlungsplanes für den verletzten Sportler.
Ziel der Therapie – egal ob konservativ oder operativ – ist die schnellstmögliche und sichere Rückführung des Patienten in die Vollbelastung bzw. in das Anforderungsprofil der jeweiligen Sportart.
Ein weiteres Hauptaugenmerk wird auf die individuelle Nachsorge eines jeden Patienten gelegt – bei identer Verletzung benötigt beispielsweise ein Stop- & Go-Sportler eine andere Nachsorge als etwa ein reiner Ausdauerathlet.
„WANN darf WER WIEVIEL“ – ist eine der zentralen Fragen in der Behandlung respektive Nachbehandlung von Sportverletzungen: Die Möglichkeit einer zeitnahen diagnostischen Abklärung, Anwendung modernster Operationsmethoden, Ausschöpfen aller konservativen Therapiemöglichkeiten und die enge Zusammenarbeit mit den nachbetreuenden sportphysio- und trainingstherapeutischen Einrichtungen ermöglichen uns hier mit dem Patienten den schnellstmöglichen und sicheren Weg zurück auf die Piste, den Rasen, den Court oder die Halle zu gehen.

Vorfußverletzungen und Fehlstellungen

In der Praxisgemeinschaft für Unfallchirurgie versorgen wir auch Knochenbrüche und Fehlstellungen im Fußbereich. Der Fuß ist aus vielen sehr komplexen Gelenken, die miteinander kommunizieren, aufgebaut. Fehlstellungen und Verletzungen im knöchernen Fußbereich führen sehr häufig zu Fehlbelastungen und somit in weiterer Folge zu Schmerzen und funktionellen Störungen. Es ist im Regelfall notwendig, die entsprechenden Knochenbrüche bei Fehlstellungen wieder achsgerecht zu stabilisieren. Hier kommen minimalinvasive Operationstechniken ebenso wie konservative Behandlungen in Frage.
Wir pflegen eine enge Zusammenarbeit mit speziell ausgebildeten Physiotherapeuten.

Orthobiologics
(ACP Therapie)

Die Behandlung mit autologen Wachstumsfaktoren von Patienten mit unfallchirurgisch/sportmedizinischen Erkrankungen und Verletzungen gewinnt im konservativen sowie auch im operativen Bereich immer mehr an Bedeutung. Es zeigt sich in klinischen Studien und Anwendungsbeobachtungen, daß durch die Applikation von autologen Plättchenkonzentraten/Wachstumsfaktoren unterschiedliche Heilungs- und Aufbauprozesse positiv beeinflußt werden können. Indikationen für die Anwendung im konservativen Bereich sehen wir vor allem in der Therapie von Ansatztendinosen, Achillessehnenverletzungen, Muskelverletzungen, Patellaspitzensyndrom, Epicondylitis, Bandverletzungen sowie im Bereich der Knorpelschädigung und Arthrose (Grad I bis III nach Outerbridge).
Wir verwenden hierzu das ACP-System der Firma Arthrex (Naples, Florida) das patentierte Doppelspritzensystem ermöglicht eine schnelle, einfache und sichere Aufbereitung. Weiters erfüllt es alle erdenklichen Sterilitätskriterien. In seltenen Fällen kann auch eine intraoperative PRP-Unterstützung durchgeführt werden.
Die sogenannte „Eigenbluttherapie“ kann problemlos in der Praxis ambulant mit wenig Zeitaufwand durchgeführt werden. Es erfolgt eine Blutabnahme und Aufbereitung des Eigenblutes in einer speziellen Zentrifuge. Die Infiltration kann sofort durchgeführt werden, ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Infiltrationstechniken bzw. Infiltrationsmitteln ist die bis dato absolute Nebenwirkungsfreiheit und gute Verträglichkeit. Weiters ist die Infiltration auch bei Patienten mit Diabetes – im Gegensatz zur Cortisoninjektionen – problemlos durchführbar.
Nach unseren eigenen Erfahrungen sind die Ergebnisse in der Anwendung des ACP bei den zuvor genannten Indikationen in der konservativen Therapie ermutigend. Auf Grund der vielversprechenden Resultate ist auch ein Einfluss der ACP-Therapie in der operativen Versorgung von Sehnenverletzungen und vor allem in der knorpelregenerativen Chirurgie (Microfracturierungen etc.) zu überdenken.